Dienstag, 17. Februar 2015

Von Robusta bis Arabica - die kleine Kaffeekunde

Pflanze, Sorten, Anbaugebiete


Die Kaffeepflanze

Die Kaffeepflanze (Gattung "Coffea", Familie "Rubiaceen") kommt als Strauch oder als Baum (4-10 Meter Höhe) vor. Das besondere dieser tropischen Gewächse ist, dass sie gleichzeitig Blüten und Früchte (Kaffeekirschen) von unterschiedlichem Reifegrad tragen können. Die "Kaffeebohne", wie wir sie kennen, ist der Samen der Kaffeepflanze. Jeweils zwei Samen liegen mit den flachen Seiten gegeneinander in den kirschartigen Früchten. Die Samen sind von einem Häutchen, einer Pergamenthaut und einer Schleimschicht ummantelt. Es gibt über 80 Kaffeearten, von denen heute vor allem zwei dominieren.

Coffea arabica

Die Arabica ist die ältere Sorte, sie gilt als die feinere. Sie ist aromatischer, weniger bitter und koffeinärmer. Die Bohne ist länglich und weist einen geschwungenen Einschnitt auf. Arabica reift in neun bis elf Monaten. Ihr Welthandelsanteil beträgt über 60%. Sie wird vorwiegend in Brasilien, Kolumbien und Mittelamerika angebaut.


Coffea canephora (Robusta)

Die Robusta enthält doppelt soviel Koffein wie Arabica und ist weniger aromatisch. Sie ist widerstandsfähiger gegen Hitze, Krankheiten und Parasiten. Ihre Bohne ist rundlich und der Einschnitt gerade. Sie reift innerhalb sechs bis acht Monaten. Ihr Anteil liegt bei fast 40%.Ihre Anbaugebiete sind vor allem Zentral- und Westafrika, Südostasien und Brasilien.


Anbaubedingungen

Kaffee wird rund um den Äquator zwischen dem Tropic of Cancer und dem Tropic of Capricorn angebaut. Nach der Aussaat vergehen drei bis vier Jahre bis zur ersten Ernte. Der Nutzungszeitraum beträgt je nach Wachstumsbedingungen und Pflege 20-30 Jahre. Ideal ist ein feucht-trockenes Wechselklima. Die Pflanzen brauchen viel Sonne und Regen (Trockenzeit-Regenzeit). Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zerstören die Kaffeepflanzen. Arabica gedeiht am besten in Höhen von 600-2000 m und bei 15-24 C, Robusta auf 200-900 m und bei 24-29 C. Die tropischen Hochlagen fördern das Aroma und die Säure, da der Kaffee dort langsamer wächst und reift.

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