Donnerstag, 1. Januar 2015

Gerührt oder geschüttelt? Wie bereite ich Kaffee richtig zu?

So oder so ähnlich sollte die Frage klingen wenn man einen Wodka-Martini bestellt. Bei der Zubereitung von Kaffee sind die Fragen da schon vielfältiger. Welcher Mahlgrad? Für einen normalen Kaffeeautomaten oder doch für eine Presskanne?
Unsere Kunden sehen uns meist mit großen Augen an wenn wir ihnen diese Fragen stellen. Damit sich jeder ein klein wenig wie ein Experte in Sachen Kaffee und dessen Zubereitung fühlen kann, hier das kleine 1 x 1 der geläufigsten Zubereitungsarten und weiterer Tipps rund um die edle Bohne:


Das Mahlen:
Gerösteter Kaffee behält ungemahlen mehrere Wochen sein einzigartiges Aroma. Mit dem Mahlen verliert er dieses sehr viel schneller. Kaffee sollte daher möglichst kurz vor der Zubereitung und je nach Art der Zubereitung entsprechend gemahlen werden.

Die Lagerung:
Kaffee lagert man am besten trocken und bei Zimmertemperatur. Niemals den Kaffee in eine Kaffeedose schütten. Es bildet sich unweigerlich in kleinen Ecken ein leichter Oelfilm, welcher mit der Zeit ranzig wird und neuen Kaffee schneller sein Aroma verlieren lässt. Die Kaffeetüten sind meist doppelwandige Blockbodenbeutel und halten ideal das Kaffeearoma. Den Kaffee also einfach in der Tüte lassen, dann mit Tüte in die luftdichte Kaffeedose. So bleibt das Aroma am besten und längsten erhalten.

Die Zubereitung:
türkisch
Wird ein Kaffee türkisch zubereitet, sollte er sehr fein gemahlen werden. Pro Tasse werden etwa 8 - 10g des feinen Pulvers verwendet und mit etwa 92-96°C warmen Wasser aufgegossen. Aufgrund der feinen Mahlung setzt sich der Kaffee schnell am Boden der Tasse ab. Einige Kaffeeexperten schwören auf diese Zubereitung, da hier der Kaffee mit nichts außer Wasser in Berührung kommt und somit unverfälscht ist.

Die französische Presskanne:
Bei dieser Zubereitungsart wird der Kaffee gröber gemahlen (Stufe 6 bei Café Contor). Die gewünschte Kaffeemenge (8-10g pro Tasse) wird mit 92-96°C warmen Wasser in der Kanne langsam aufgegossen. Das Kaffeemehl kann sich so sehr gut mit dem Wasser verbinden und seine Aromen abgeben. Nach einer Wartezeit von cá 4 Minuten kann man die Kaffeekruste leicht mit einem Löffel aufbrechen. Es sollte langsam umgerührt werden bis sich von selbst eine leichte Schaumkrone bildet. Diese Schaumkrone sollte man mit einem Löffel abschöpfen, da sie nicht schmeckt und so der Kaffee viel klarer im Geschmack hervorgehoben wird. Anschließend wird der Pressdeckel aufgesetzt. Hier auch kurz warten, damit sich das Metallsieb ein wenig ausdehnen kann und so besser zum Glaskörper abschließt. Dann den Stempel langsam und ohne viel Druck abgesenken, fertig. Für uns die beste und geschmackvollste Art der Kaffeezubereitung. Unser Argument: Lieber das Geld in guten Kaffee anlegen, welches man am Nichtkauf eines teuren Kaffeeautomaten gespart hat!

Der traditionelle Handaufguss
Bei dieser traditionellen Methode wird ein Filter verwendet. Häufig benutzt man Papierfilter. Die geschmacklich bessere Alternative ist die Verwendung eines Goldfilters. Am Papierfilter bleiben die empfindlichen und geschmackvollen Kaffeeöle hängen, die dann natürlich nicht im Kaffee landen. In den Filter wird der Kaffee gegeben. Anschließend wird langsam das warme Wasser darauf gegossen, bis das gesamte Kaffeepulver gut durchfeuchtet ist. Nun kann das restliche Wasser zügig nachgegossen werden, bis die gewünschte Menge erreicht ist. Bei dieser Zubereitung sollte ein feinerer Mahlgrad (Stufe 2 im Café-Contor) gewählt werden.

Die italienische Mokkakanne
Die italienische Mokkakanne besteht aus drei Teilen - dem Wassergefäß, dem Kaffeeaufsatz und dem Filter. In das Wassergefäß wird das Wasser gefüllt. In den Filter wird das Kaffeepulver eingefüllt. Dieses sollte nicht so fein sein, da sonst der Kaffee mit Pulverresten versetzt ist und so den Genuss mindern kann. Der ideale Mahlgrad liegt bei Stufe 2 im Café-Contor. Die drei Teile werden zusammengebaut und auf die Herdplatte gestellt. Sobald das Wasser zu kochen beginnt steigt Wasserdampf auf, der durch den Filter in die Kanne gelangt. Dort kühlt er sich wieder ab und übrig bleibt der Kaffee. Wie aber der Name "Mokkakanne" schon sagt, sollte man diese auch wirklich nur für Mokka verwenden. Hier im café-contor haben wir dafür einen sehr schönen Mokka aus dem Jemen. Andere, feinere Kaffeesorten sollte man nicht mit dieser Methode zubereiten, da das Wasser mit 100°C durch das Kaffeemehl gepresst wird und kochendes Wasser macht sehr viel der edlen Aromen hochwertiger Kaffees zunichte. Fälschlicher Weise wird die Mokkakanne auch gern "Espressokocher" genannt. Hierzu ist zu sagen, dass guter Espresso mit einem Druck von 8-12 bar zubereitet werden muss. Diese erreichen sogenannte Siebträger. Mokkakannen erreichen dagegen maximal 2-2,5 bar.

Die typische Zubereitung als Filterkaffee
Des Deutschen liebste Kaffeezubereitung ist die in einer Filterkaffeemaschine. Dazu wird der Kaffee einfach in den Filter in dem dafür vorgesehenen Fach gegeben, die Kaffeemaschine befüllt und der Knopf gedrückt. Der ideale Mahlgrad dafür ist die Stufe 3 im Café-Contor

Das sind natürlich nur einige Möglichkeiten Kaffee zu zubereiten. Wir sind wissbegierig weitere Möglichkeiten kennenzulernen. Kommt einfach im Cafe-Contor vorbei und erzählt uns davon...

...zum Abschluss noch ein kleiner Expertentipp:
nutzt ihr  eine der beiden Filtermethoden (Handaufguss oder Filtermaschine), dann befeuchtet am besten den Papierfilter mit heißem Wasser, bevor ihr den Kaffee hineinfüllt. Ihr werdet überrascht sein, um wieviel aromatischer euer heiß geliebter Kaffee schmecken wird.

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