Dienstag, 6. Januar 2015

Kuba hat mehr zu bieten als Rum, Zigarren und den Buena Vista Social Club: Cuba Turquino...

In Kuba haben nicht nur Rum und Zigarren eine lange Tradition. Noch bevor kubanischer Rum zum Exportschlager wurde, gehörte Kuba zu den größten Exporteuren von Kaffee. 1748 wurden die ersten Kaffeeplantagen im Süden Kubas angelegt. Zum Export kam es allerdings erst viel später. Durch einen bewaffneten Sklavenaufstand waren viele Franzosen gezwungen ihre Kolonie auf Haiti zu verlassen. Sie flüchteten nach Kuba und brachten eine enorme Erfahrung im Kaffeeanbau mit. Die Zahl der Kaffeeplantagen stieg rasant an. Bereits 1827 gab es ca. 2070 von ihnen. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts florierte der internationale Handel des kubanischen Kaffees. Schnell stieg Kuba zu einem der wichtigsten Kaffeeexporteure der Welt auf. Leider vernichtete der kubanische Unabhänigkeitskrieg Ende des 19. Jahrhunderts einen Großteil der Kaffeeplantagen und Rum und Zigarren verdrängten den Kaffee als wichtigstes Exportgut.


Der Anbau des kubanischen Kaffees ist etwas Besonderes. Kubanischer Kaffee wächst nicht wie andere mittel- und lateinamerikanische Hochlandkaffees in einer Höhe von 1200 - 1600 Meter. Er wächst und gedeiht an steilen Hängen der Gebirgsketten in einer Höhe von 400 - 800 Meter. Der Anbau hat sich seit dem 19. Jahrhundert nur wenig verändert. So genannte Kaffeekooperative (Zusammenschluss von Bauern) bewirtschaften die Plantagen. In der Wachstumsphase ist der Kaffee besonders pflegeintensiv. Auf den Einsatz von Düngemitteln wird vollständig verzichtet. Durch die Steilhänge kann der Kaffee außerdem nur per Hand gepflückt werden. Nach der Ernte werden die Bohnen ebenfalls in Handarbeit geschält und gewaschen. Anschließend wird er ähnlich dem Loja Sundried auf riesigen Sonnensegeln getrocknet. Ein Teil der Ernte wird als Saatgut für den Anbau neuer Kaffeepflanzen verwendet.


Durch die anhaltende Landflucht ist der Kaffeeexport Kubas stark zurückgegangen. Mitunter sind Lieferengpässe in Europa die Folge. Die kubanische Regierung erachtet Kaffee als wichtiges Exportgut und hat daher den Plan "Turquino" ausgerufen. Damit wird der Anbau des kubanischen Spitzenkaffees staatlich gefördert.
 "Turquino" steht dabei nicht für ein Anbaugebiet sondern für die höchste kubanische Güteklasse.

Aufgrund seiner niedrigen Anbaugebiete ist der Cuba Turquino säureärmer als andere lateinamerikanische Kaffees. Er besticht durch ein ausgewogenes und würziges Aroma, dass einen langen Nachgeschmack mit sich bringt. Einige Kaffeekenner reihen den Cuba Turquino geschmacklich in die selbe Kategorie wie ein Jamaica Blue Mountain oder ein Hawai Kona ein. Damit bietet Kuba nicht nur den beliebten Rum und die handgedrehten Zigarren sondern auch Kaffeegenuss der höchsten Klasse.

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